Freiwillige im Rückblick
Weil jede/r Freiwillige andere Eigenschaften, Erwartungen und Ideen mitbringt, ist auch kein Jahr im Theater ganz genau wie das andere. Damit ich hier mehr als nur meine persönliche Erfahrung einfangen kann, sind hier außer mir nochmal einige meiner Vorgänger/innen zu Wort gekommen.
Putri
FSJ-Jahrgang 2011/2012
Was war dein erster Eindruck?
Als ich zum ersten Mal in Wolfsburg war, um Andrea und Brigitte kennenzulernen, war ich sehr nervös, weil ich noch nicht einmal ein Jahr lang in Deutschland gelebt hatte. Ich hatte Angst, dass meine Sprache nicht ausreichen würde, dass sie mich nicht verstehen können, und umgekehrt. Doch als ich mit den beiden in der Küche saß, fühlte ich mich sofort wohl. Ich habe alles verstanden. Wir konnten uns gut unterhalten. Vor allem, weil Brigitte schon einmal in meiner Heimat Indonesien war, und zwar auf Bali.
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Ich weiß nicht mehr, was ich als erstes gelernt habe.
Was war dein Highlight/dein schönstes Erlebnis?
Mein schönstes Erlebnis war, als ich eine Mail erhielt, dass ich für ein Masterstudium in Göttingen zugelassen bin. Andrea und Brigitte haben mich sehr unterstützt, meine Bewerbung zu formulieren. Wir haben gejubelt und ich war überglücklich, als ich meinen Eltern erzählt davon habe.
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Nach dem FSJ habe ich im Master Interkulturelle Germanistik in Göttingen studiert. 2015 habe ich das Studium abgeschlossen und arbeitete drei Jahre lang als freiberufliche Dozentin in Integrationskursen und als Sprachprüferin bei der „telc“. Letztes Jahr war ich in Elternzeit und arbeite jetzt bei der Beschäftigungsförderung Göttingen (KAöR) als Koordinatorin für die Integrationskurse.
Was aus deiner FSJ-Zeit vermisst du am meistens?
Am Meisten vermisse ich das Kochen und das gemeinsame Mittagessen in der Küche.
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
Vanilleeis, Pizza und Riesling
Mein Rat an die nächsten Freiwilligen:
Genieße die Zeit, lass es einfach auf dich zukommen und sei du selbst.
Ich bin alleine nach Deutschland gekommen. Ganz weit weg von meiner Familie zu leben, war für mich am Anfang sehr schwer. Doch ich war im Theater herzlich willkommen. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt. Und ich war nie alleine. Ich habe während meines FSJs viel gelernt, was sehr prägend für die Jahre danach war. Wenn ich könnte, würde ich mein FSJ im Theater noch einmal genauso machen.
Amelie
FSJ-Jahrgang 2012/2013
Was war dein erster Eindruck?
Ich fühlte mich sofort wie Zuhause und wurde sehr herzlich aufgenommen!
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber viel wichtiger ist mir das was ich während der gesamten Zeit gelernt und daraus mitgenommen habe! Ich denke ohne das FSJ und ohne Andrea und Brigitte wäre ich jetzt nicht der Mensch der ich heut bin, sie haben mir sehr viel mitgegeben und mich auf meinem Weg und in meiner persönlichen Entwicklung bestärkt und dafür bin ich sehr dankbar!
Was war dein Highlight/dein schönstes Erlebnis?
Während einer Aufführung, die ich gemeinsam mit Brigitte und Sulfur im phaeno hatte, sagte ein kleines Mädchen ganz verträumt meinen Namen, das werde ich nie vergessen.
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Direkt nach dem FSJ habe ich eine Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien in Hannover gemacht, danach habe ich ein Jahr lang gearbeitet und nun studiere ich Kulturwissenschaft und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Bremen.
Was aus deiner FSJ-Zeit vermisst du am meisten?
Am meisten vermisse ich Andrea und Brigitte, unser tägliches gemeinsames Mittagessen (das Kochen) und die tiefgründigen Gespräche!
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
Zweitfamilie, Eigenständigkeit, Spaß
Hast du einen Rat an die nächsten Freiwilligen?
Genieße die Zeit so gut du kannst und nutze jede Gelegenheit etwas Neues auszuprobieren! Sei kreativ und hab keine Angst Verantwortung zu übernehmen.
Reena
FSJ-Jahrgang 2013/2014
Wie war dein erster Eindruck?
Der Empfang war sehr herzlich. Ich habe mich im Team und im gemütlichen Figurentheater sofort wohlgefühlt. Durch das kleine Team ist es sehr familiär und die beiden Theaterhündinnen machen diese Atmosphäre perfekt.
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Das Managen des Kartenvorverkaufs und kochen :D.
Was war dein Highlight/dein schönstes Erlebnis?
Das 4. Internationale Figurentheaterfestival in Wolfsburg, das ich mit organisieren durfte.
Mit Brigitte und Andrea auf Tournee zu fahren. Es war aufregend an verschiedene Orte zu fahren, dort die Bühne aufzubauen und während des Stücks all die glücklichen Kindergesichter zu sehen.
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Ich habe Soziale Arbeit studiert und arbeite jetzt in einer Wohngruppe für Jugendliche.
Was aus deiner FSJ-Zeit vermisst du am meisten?
Das Figurentheater Team! Auch nach Jahren ist der Kontakt nicht abgebrochen und ich besuche das Figurentheater-Team regelmäßig.
Außerdem denke ich oft an die FSJ-Seminare mit den anderen FSJler*innen zurück.
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
Spaß, Selbstfindung, Horizonterweiterung
Hast du einen Rat an die nächsten Freiwilligen?
Dieses Jahr ist eine großartige Möglichkeit, dir Zeit für dich zu nehmen.
Leslie
FSJ-Jahrgang 2014/2015
Was war dein erster Eindruck?
Mein erster Eindruck war sehr positiv. Schon beim Bewerbungsgespräch habe ich mich total wohlgefühlt und konnte mir gut vorstellen hier mein FSJ zu machen.
Was war das Erste, was du gelernt hast?
So doof es klingen mag, aber das erste was ich richtig gelernt habe war das Kochen. Für mich selbst habe ich beim Kochen nie viel Aufwand betrieben, da war das Essen für 3-5 Personen vorzubereiten schon was ganz anderes.
Was war dein persönliches Highlight?
Mein schönstes Erlebnis war definitiv der Auftritt mit Andrea zu Ostern. Vor der ersten Vorstellung hatte ich richtig Angst irgendwas zu vergessen oder falsch zu machen, aber sobald wir auf der Bühne waren ging alles wie von selbst. Das Skript mit dem Text und den Zeitungsartikel von damals habe ich immer noch und werde mich wohl erst davon trennen, wenn das Papier zerfällt 😀
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Ich habe direkt nach dem FSJ eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Bibliothek begonnen. Diese habe ich 2018 auch erfolgreich abgeschlossen.
Was vermisst du am meisten?
Aus meiner Zeit im Figurentheater fehlt mir am meisten, dass ich mich immer so wohl gefühlt habe. Ich hatte schnell das Gefühl, dass Andrea, Brigitte und Sylvia sowas wie eine zweite Familie für mich geworden sind und sowas findet man glaube ich nicht sehr oft.
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
Mein FSJ in 3 Worten: spannend, abwechslungsreich und fantastisch
Hast du einen Rat an den/die nächste/n Freiwillige/n?
Mein Rat an die nächsten FSJler/innen: Seid offen für Neues, stellt euch den Herausforderungen und seid einfach ihr selbst, dann kann auch nichts schief gehen.
Jenni
FSJ-Jahrgang 2015/2016
Was war dein erster Eindruck?
Mein erster Eindruck war sehr positiv. Die Bollmohr-Scheune ist für mich ein heller offener Ort mit lieben Menschen, an dem ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt habe.
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Das Erste was ich dort gelernt habe, oder besser gesagt – lernen musste- war, auch mal den Hörer von Telefon aufzunehmen, womit ich schon immer meine Probleme gehabt habe. Diese kleine Schocktherapie hat mir aber, um ehrlich zu sein ganz gutgetan, denn zu lernen, dass einem niemand das Ohr abbeißt sobald man rangeht, hat mir seitdem ganz gute Dienste erwiesen. 😀
Was war dein Highlight/dein schönstes Erlebnis?
Das ist eine schwierige Frage, denn es gibt viele schöne Momente, die ich erlebt habe. Vielleicht die Gespräche beim gemeinsamen Mittagessen am Küchentisch, oder wenn die Nähmaschine endlich mal das getan hat, was ich von ihr wollte, oder dass ich einmal, als ich den Nachmittag allein im Figurentheater war und es nicht mehr so viel zu tun gab im Saal ganz laut Musik angemacht habe und den kompletten Saal als Tanzfläche benutzt habe, aber – pssst! – davon weiß niemand was. ;D
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Ich habe nach meinem FSJ angefangen Englisch zu studieren und habe auch ein Auslandsemester in Großbritannien gemacht. Letztes Jahr habe ich, zusätzlich zu meinem Englischstudium, noch das Studium der “Sprache und Kommunikation“ angefangen. Außerdem habe ich anderthalb Jahre lang ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet und kümmere mich jetzt in meiner Freizeit zweimal wöchentlich um einen Pflegehund und ganzwöchentlich um meinen kleinen Balkongarten.
Was vermisst du am meisten?
Am meisten vermisse ich die lieben Menschen im Figurentheater. Andrea, Brigitte und Sylvia haben mich während einer nicht ganz so einfachen Zeit sehr unterstützt und mir mit guten Worten und Ratschlägen sehr weiter geholfen! Vielen Dank dafür! Menschlichkeit wird im Figurentheater ganz großgeschrieben.
Die familiäre Stimmung im Team war etwas was ich immer sehr genossen habe! Und ein bisschen vermisse ich auch die täglichen Spaziergänge mit den beiden Theaterhunden, denn das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
Bunt. Lebendig. Turbulent.
Hast du einen Rat an den/die nächste/n Freiwillige/n:
Hast du eine Telefonphobie?
Begib dich in die Schocktherapie!
Patentiert von der Wolfsburger Figurentheater Compagnie 😀
Robert
FSJ-Jahrgang 2016/17
Was war dein erster Eindruck?
Die Frage nach dem ersten Eindruck finde ich recht schwierig zu beantworten. Da Andrea quasi zur Familie gehört und ich das Figurentheater daher schon privat kannte.
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Das Erste was ich dort gelernt habe und mir auch seitdem nützlich war ist definitiv das korrekte Frankieren von Briefen.
Was war dein persönliches Highlight?
Mein Highlight waren die Seminare und dabei stach das Großseminar besonders hervor.
Was hast du bisher nach deinem FSJ gemacht?
Ich habe nach dem FSJ direkt angefangen zu studieren.
Was vermisst du am meisten?
Am meisten vermisse ich die anderen FSJler. Wir haben zwar noch ab und zu Kontakt aber da wir uns über ganz Deutschland verteilt haben sind treffen leider nicht mehr möglich.
Wie ich mein FSJ mit drei Worten beschreiben würde?
Lustig, Hilfreich und Außergewöhnlich.
Hast du einen Ratschlag für die nächsten Freiwilligen?
Mein Rat an zukünftige Generationen wäre wohl, alles mitzunehmen und sich rechtzeitig zu den Workshops anzumelden.
Emily
FSJ-Jahrgang 2017/18
Was war dein erster Eindruck?
Tolles Team und schönes Theater
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Das Kartentelefon zu übernehmen und Bestätigungen zu schreiben
Was war dein Highlight/ dein schönstes Erlebnis?
Meine eigenen Projekte, die Seminare und die vielen unterschiedlichen Ereignisse. Das Jahr war ein Highlight an sich.
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Ich habe mein Studium im Fach Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit Hauptfach Bildende Kunst in Hildesheim angefangen.
Was aus deiner FSJ-Zeit vermisst du am meisten?
Das Team und die gemeinsamen Mittagspausen
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
Bunt, vielfältig und aufregend
Hast du einen Rat an die nächsten Freiwilligen?
Sei offen und hab Spaß! 🙂
Lucy
Jahrgang 2018/2019
Was war dein erster Eindruck?
Von Anfang an war alles sehr ungezwungen und persönlich. Ich hatte große Hoffnung, in alle verschiedenen Arbeitsbereiche hereinschauen zu können.
Ich habe trotz meiner anfänglichen Schüchternheit und Nervosität sehr schnell meinen Platz im Team gefunden und wurde mit offenen Armen empfangen.
Was war das Erste, was du dort gelernt hast?
Telefonieren… meine größte Angst am Anfang! Das hat sich aber sehr schnell gelegt, denn dem Telefon wusste ja niemand, dass ich neu war und lieber noch nicht so viel am Telefon gesprochen hätte. Ich habe extrem schnell meine Hemmungen in dieser Angelegenheit verloren und einige „Ähm“s und gestotterte Nachrichten auf Anrufbeantwortern später bereitet es mir mittlerweile keine Probleme mehr. Das ist auch eine echte Hilfe für mein Privatleben gewesen, denn da habe ich mich ehrlicherweise um‘s Telefonieren genauso herumgedrückt.
Was war dein Highlight/dein schönstes Erlebnis?
Das zu sagen ist wirklich gar nicht so einfach. Einerseits haben mir die Seminare sehr viel Spaß gemacht. Mein Highlight im Theater war ein richtig toller Kindergeburtstag, bei dem ich mitgeholfen und mitgebastelt habe. Natürlich sind solche Bastelworkshops auch manchmal anstrengend, aber wenn man danach sieht, wie stolz und glücklich die Kinder mit ihren Figuren aus dem Theater gehen, dann ist das einfach nur super schön. Ein anderes Highlight war für mich auch das Sommerfest in Neuerkerode, bei dem wir verschiedene Puppen mit den Besuchern gebastelt haben.
Was hast du bisher nach dem FSJ gemacht?
Nach meinem FSJ plane ich, in Hildesheim Umweltsicherung zu studieren. Mal schauen, wo ich danach so landen werde.
Was aus deiner FSJ-Zeit vermisst du am meisten?
Ich glaube, am meisten werde ich einfach die Leute vermissen, mit denen ich hier zu tun habe. Damit meine ich natürlich auf der einen Seite meine Kolleginnen, mit denen ich manch langes und tiefgründiges Gespräch geführt habe. Man lernt sich während der engen Zusammenarbeit einfach wirklich gut kennen.
Auf der anderen Seite meine ich aber auch unsere Kunden, denn das familiäre Flair des Theaters bezieht sich nicht nur auf die Menschen, die dort arbeiten. Mit vielen Kunden habe ich häufiger Kontakt gehabt und während meiner gesamten Zeit ist mir kaum jemand begegnet, der nicht freundlich war. Insgesamt werde ich einfach die positive Energie im Figurentheater vermissen, die so auf jeden Fall einzigartig ist.
Wenn du dein FSJ mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
hilfreich, aufregend, abwechslungsreich
Hast du einen Rat an die nächsten Freiwilligen?
Man kann sich eigentlich nicht perfekt vorbereiten und das ist auch gut so. Das Meiste lernt man erst dann, wenn man anfängt zu arbeiten. Das allerwichtigste ist es, sich auf Neues einzulassen und Spaß zu haben!
